Vater-/Kind-Kuren in der Fachklinik Strandrobbe®

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Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurde bisher vor allem als Problem von Frauen und Müttern betrachtet. Mit der Veränderung der Familienstrukturen gewinnt die Übernahme aktiver Vaterschaft an Bedeutung. Die Mehrfachbelastung durch Kinder, Haushalt und Beruf in Verbindung mit psychosozialen Belastungen kann auch bei Vätern zu ausgeprägter Erschöpfung und psychosomatischer Beschwerden fühlen.

Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter bzw. Mütter und ihre Kinder stehen seit 2002 auch Vätern offen (§§ 24 und 41 SGB V). Die Maßnahmen haben das Ziel, Erschöpfungszustände und psychosomatischen Beschwerden zu verbessern, Risikofaktoren zu reduzieren und Aktivitäten und Teilhabe zu erhalten oder wieder herzustellen.

 

 

Vater-Kind-Kuren parallel zu Mutter-Kind-Kuren – geht das überhaupt?

Um unsere Auffassung zu untermauern, haben wir uns entschlossen, an einer Studie des Forschungsverbund Familiengesundheit Medizinischen Hochschule Hannover teilzunehmen. In dieser Studie werden erstmals Belastungen und Gesundheitsstörungen der Väter, die an einer Vater-Kind-Maßnahme im Jahr 2014 teilnahmen, und Veränderungen gesundheitlicher Parameter im Maßnahmeverlauf untersucht.

In den 15 teilnehmenden Kliniken wurden im Verlauf eines Jahres alle Väter angesprochen und um ihre Teilnahme an der Befragung gebeten. Zu Beginn der Maßnahme (T1) und am Ende der Maßnahme (T2) wurden die Teilnehmer in der Klinik schriftlich befragt.

Der vorliegende Bericht enthält die Ergebnisse der 498 Gesamtteilnehmer und die einrichtungsspezifischen Ergebnisse der Kurklinik Strandrobbe® (48 Väter mit ihren Kindern / ca. 10% Anteil).    

Vater-Kind-Kuren parallel zu Mutter-Kind-Kuren – …und wie das geht!!

Wir haben die Auszüge der Zusammenfassungen der Befragung nachfolgend aufgelistet. Das Ergebnis zeigt eindeutig, dass unser Ansatz, Vater-Kind-Kuren gemeinsam mit Mutter-Kind-Kuren durchzuführen, richtig und zielführend ist. Wir werden also konzeptionell keine Veränderungen durchführen und weiterhin auch für Väter mit Ihren Kindern qualitativ hochwertige Maßnahmen anbieten. Bei Fragen zögern Sie bitte nicht, uns eine Kontaktanfrage zu senden. Wir freuen uns auf Sie!!

  • Zusammenfassung Beschwerden und Erkrankungen

Bei den Vätern, die an den Vorsorge-Maßnahmen teilnahmen, lag zumeist eine Multimorbidität vor, d.h. es bestanden mehrere Beschwerden, auch wenn nicht jede zu einer ärztlichen Konsultation führte. Rückenschmerzen, Burnout und psychische Beschwerden waren die häufigsten Beschwerden der Väter in der Fachklinik Strandrobbe®. Kopfschmerzen, Allergien und Herz-Kreislauf-Beschwerden wurden häufiger genannt als in der Gesamtstichprobe.

  • Zusammenfassung allgemeine Beschwerden und psychische Gesamtbelastung

Zu Beginn der Maßnahme waren die Väter körperlich und psychisch hoch belastet. Am Ende der Maßnahme zeigten sich höchst signifikante Verbesserungen der allgemeinen Beschwerden und der psychischen Gesamtbelastung. Allerdings bestand bei 6,5% der Väter mit allgemeinen Beschwerden und bei 26,7% mit psychischen Beschwerden weiterhin Behandlungsbedarf.

  • Zusammenfassung Schwerpunktindikationen

Die Teilnehmer der Vater-Kind-Maßnahmen wiesen zu Beginn überwiegend starke Beschwerden bzgl. ihrer Behandlungsschwerpunkte auf, die im Laufe der Maßnahme in allen Patientengruppen signifikant reduziert werden konnten.

  • Zusammenfassung Patientenzufriedenheit

 Die Zufriedenheit der Patienten in der Fachklinik Strandrobbe® liegt über dem Durchschnittswert in psychosomatischen Kliniken.

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